Freitag, 24. April 2015

Moderne Technik für den Hund?

Ich habe ja schon etwas länger Twitter für mich entdeckt - aber ich hatte erst in den letzten Wochen Gelegenheit mich intensiver damit zu beschäftigen ... und dann bin ich gleich über einen interessanten Tweet gestolpert von DogsSense.



Ich fand diese Produktidee so interessant, dass ich um Zusendung von mehr Informationen bat. Je länger ich mich damit beschäftigte je interessanter wurde das Produkt für mich. Deswegen möchte ich es euch heute mal vorstellen und eure Meinung dazu erfragen ... denn noch ist es nicht auf dem Markt ;)



Es geht hier um einen Sensor der Daten des Hundes aufzeichnet, der ihn trägt. Dabeiwerden ganz verschiedene Daten gesammelt, daher ist das Produkt für mich auch so vielseitig nutzbar. Die Bedienung soll auch ganz leicht sein: Halsband an den Hund, App runterladen und fertig. Die gesammelten Daten werden auf das Smartphone übertragen und dort kann man alle Gesundheits-, Aktivitäts- und Ortungsdaten ablesen. Dazu werden im Sensor verschiedene Techniken kombiniert, denn das alles ist möglich, ohne dass Hautkontakt betehen muss.



Mir sind gleich einige Momente eingefallen, in denen mir so eine Möglichkeit wirklich Geld wertgewesen wäre - und das aus ganz unterschiedlichen Situationen heraus. Aber besonders musste ich natürlich an Laika denken - mit so einer Überwachungsmöglichkeit hätten wir vielleicht noch besser reagieren können ... zumindest hätten wir ein besseres Gefühl gehabt.

Der Austausch mit dem Team von DogsSense war / ist sehr schön und ich konnte alle meine Fragen stellen, alle wurden ausführlich beantwortet. Ich freue mich schon darauf zu sehen, was aus dieser tollen Idee wird und ich bin sicher, irgendwann wird auch einer meiner Hunde ein solches Halsband tragen ... besonders, wenn es gesundheitliche Gründe dafür gibt.


Wie sieht es bei euch aus - wäre das etwas für euch und wenn ja, was wäre es euch wert?
Gibt es Situationen in denen ihr so etwas schon gerne gehabt hättet?
Was wäre für euch eine gute Anwendungsmöglichkeit für diesen Sensor?








Kommentare:

  1. Ich bin bei so etwas immer ziemlich hin- und hergerissen. Einerseits finde ich die Sache sehr spannend, andererseits verleitet sie auch dazu sich nicht mehr auf seine Intuition zu verlassen. Ich denke gerade auf dem Spaziergang sollte man die Technik doch einfach mal Zuhause lassen und ob mein Hund kränkelt merke ich doch wahrscheinlich auch ohne HighTech-Halsband und wer weiß, ob mich das Halsband nicht verrückt macht?! Dann ist der Herzschlag erhöht und ich mache mir voll Gedanken, dabei stimmt vielleicht nur mit dem Sensor was nicht. Ich weiß nicht ... ;-)

    Liebste Grüße

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    1. Ich muss zugeben, so ähnlich ging es mir auch. Ich bin auch der Meinung, für meine Hunde im Moment wäre das sicher nichts, was ich brauche - aber wenn einer der Beiden schwer krank würde und eine Überwachung des Herzens oder der Temperatur angebracht wäre, dann würde ich es wahrscheinlich damit als zusätzliche Absicherung versuchen.

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  2. Spannend klingt das schon. Aber ich frage mich gerade, wie das Ganze als unsichtbare Leine funktionieren soll und mich warnen soll, wenn der Hund wegläuft. Das sehe ich ja als allererstes. Für kranke Hunde ist es aber sicher eine gute Möglichkeit, um die Werte zu überprüfen.

    Wuff-Wuff dein Chris

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    1. Ich denke die "unsichtbare Leine" hat eher etwas mit einer der Funktionen zu tun, die sich auf dem handy bemerkbar machen, wenn Dein Hund einen bestimmten Radius verlässt.
      Ich sehe auch eher die Nutzungsmöglichkeit bei kranken Hunden!

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  3. Ich bin bei diesem Produkt auch hin und hergerissen. Einerseits verstehe ich den Wunsch, alles erdenkliche für seinen Hund zu tun. Also auch zu jeder Tageszeit zu wissen, wie es im geht. Gerade, wenn der Hund krank ist. Leider kann man dadurch aber auch in einen Teufelskreis kommen und sich mit der Technik verrückt machen. Schwierige Entscheidung ....

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly


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    1. Mich hat die Möglichkeit - besonders im Falle einer Erkrankung fasziniert - dass der Tierarzt sich auch mit einem Kennwort Zugriff auf die Daten verschaffen kann und so eine Art von z.B. Langzeit EKG möglich ist.
      Ich bin mir sicher, wenn unser Tierarzt uns letztes Jahr so eine Möglichkeit angeboten hätte, dann hätten wir sie genutzt ... natürlich ist fraglich, ob sie uns dann wirklich geholfen hätte!

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  4. Liebe Isabella,
    ich selbst möchte nicht immer und überall vernetzt sein, seit ich ein Smartphone besitze und das ist noch gar nicht so lange ;-) , ist mein GPS nur eingeschaltet,wenn ich es für meine Runtastic App zum Walken brauche. I
    Ich kenne mich gut genug, eine kleine Abweichung von Körpertemperatur oder Herzrythmus würde mich wahrscheinlich schon ziemlich beunruhigen, darum höre ich,wie bisher, lieber auf mein Bauchgefühl, damit bin ich bisher immer gut gefahren !

    Liebe Grüße
    Claudia mit Raja

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    1. Ich mag die Möglichkeit, mich (fast) überall zu vernetzen sehr - aber nur, wenn ich es will ;)
      Auch für mich wäre der Sensor nichts, für den alltäglichen Gebrauch ... da ich die Hunde meistens bei mir haben, bin ich über Futteraufnahme, Aktivitäten und ähnliches immer informiert.
      Aber es ist für mich eine echte Überlegung im Krankheitsfall - da wäre mir eine zusätzliche Kontrolle sicher auch Geld wert!

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  5. Was es alles geben soll…Nun für uns wäre das nichts, weil die Vitalfunktionen bei uns wohl nichts über Sockes Befinden aussagen und ich recht gut erkenne, ob es Socke gut geht oder nicht. Aktivitätsanalyse wäre für uns nicht wichtig, denn die Aktivität richtet sich nach Sockes Befinden. Und Socke läuft nicht weg, bzw. an der Leine ist, ist eine Ortung nicht nötig.

    Aber ich bin sicher, dass einige Hundehalter mit dem Angebot angesprochen werden…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Ich stimme Dir in vielen Punkten zu - auch für mich wäre dieser Sensor nicht für den permanenten oder momentanen Einsatz. Aber ich fand die Möglichkeiten sehr spannend und das besonders im Hinblick auf einen kranken Hund ... oder wie bei uns, als Möglichkeit im Hinterkopf, wenn Damons Herzproblematik sich doch mal verschlechtern sollte.
      Für mich war die Thematik sehr interessant und ich fand es spannend, diesen Sensor mal zu hinterfragen.

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  6. Spannend tönt es schön, aber ob es auch wirklich funktioniert (wie kann ein Sensor am Hals die Herzfrequenz erfassen???)? Auf den Spaziergängen laufen auch so schon genug Hundehalter mit dem Smartphone vor dem Gesicht herum, anstatt live mit ihren Hunden zu interagieren...
    Liebe Grüsse
    Nadine

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    1. In diesem Sensor sind verschiedene Techniken verbaut - deswegen kann er wohl ohne Hautkontakt Daten wie Herz und Temperatur überprüfen.
      Für mich wäre es auch nichts, womit ich permanent meinen Hund überwachen wollte - aber es ist für mich eine in Erwägung zu ziehende Möglichkeit bei einer schweren Erkrankung!

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  7. Scheint eine interessante Sache zu sein und ich bin auch gespannt wie sich das entwickelt, aber auf einem Spaziergang möchte ich nicht laufend auf ein Smartphone sehen. Einzig die Ortung finde ich nützlich, falls der Hund doch mal auf Abwege geraten ist. Alle anderen Aktivitäten sehe ich doch selber. Und vielleicht gibt es ja Hundebesitzer für die der gesundheitliche Aspekt wichtig ist.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Auch ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung - vor allem auf die ersten echten Testberichte!
      Für mich wäre im Moment auch nur der gesundheitliche Aspekt ein Kriterium, diesen Sensor für einen der Hunde anzuschaffen ... aber zum Glück ist bei uns alles gesund :)

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  8. Könnte für Menschen vieleicht spannend sein - mir sträubensich sich so spontan die Nackenhaare.
    Das Naturkind Ayka

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    1. Ich denke, wenn Du gesund bist, dann gibt es wahrscheinlich keinen Grund, diesen Sensor zu nutzen - aber für mich wäre er bei einer schweren Krankheit wirklich eine Überlegung wert!

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  9. Oha, wahrscheinlich wären meine Windhunde allesamt krank, da sie ein größeres Herz haben und somit die Frequenz sich deutlich vom normalen Hund unterscheidet. ;-)

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    1. Das sind natürlich Dinge, die sollten ev. einstellbar sein ;)
      Ich fand nur die Grundidee sehr interessant und habe für mich ja schon gesagt, der Sensor käme eigentlich nur im Krankheitsfall zum Einsatz - wobei ich da natürlich voraussetzte, er arbeitet wie beschrieben!

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  10. @ Alle:

    Mir war schon klar, dass so ein Bericht sehr kontroverse Meinungen provozieren kann. Ich kann sagen, ich werde die weitere Entwicklung dieses Produkts sicher im Auge behalten, weil ich besonders die medizinisch sinnvollen Möglichkeiten für lohnenswert erachte.
    Wobei ich natürlich auch sagen muss, wir haben schon ältere, schwer kranke und auch herzkranke Hunde gehabt - daher sehe ich vielleicht die Einsatzmöglichkeiten auch anders.
    Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht!

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  11. Liebe Isabella,
    ich finds SEHR spannend und interessant.
    Aber da ich zu blöd für's Smartpfone bin (Hab wieder mein altes Handy rausgekramt) kommt das schon mal nicht infrage für mich. Isi ist fast 11 Jahre, und sie ist unser letzter Hund.
    Aber ich könnte mir vorstellen, dass zumindest Cara mal solch Teil am Halsband tragen wird.
    Mein erster Gedanke beim Lesen war "Laika"!
    Ich umarme Dich!
    Liebe Grüße Heidi

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    1. Liebe Heidi,

      mein erster Gedanke war natürlich auch Laika ... und auch die Überlegung, ob wir vielleicht doch früher gemerkt hätten, dass es ihr nicht wirklich besser ging.
      Sicher wird es noch etwas dauern, bis die Technik völlig ausgereift ist, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass Cara irgendwann vielleicht wirklich so etwas tragen wird ... wobei, vielleicht auch schon Damon.
      Aber es ist auf alle Fälle eine interessante Sache und ich bin froh, dass ich darüber gestolpert bin.

      Danke für die Umarmung und viele liebe Grüße,
      Isabella mit Damon und Cara

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  12. Hallo ihr lieben alle, jetzt komme ich endlich dazu mich mal zu melden.
    Zunächst, vielen lieben Dank Isabella für deinen grossartigen Beitrag, der uns wahnsinnig gefreut hat.
    Und auch zu allen anderen: ich finde es superspannend, eure ganzen Kommentare, Gedanken, Bedenken, Ideen, ... zu lesen und möchte euch gerne einige Antworten und noch etwas mehr Hintergründe zu uns und zu DogsSense geben.

    Ich bin Dorina, eine der Gründer von DogsSense. Unser Techie im Team hat vor rund einem Jahr begonnen, den intelligenten Sensor zur kontaktlosen Messung von Vitaldaten zu entwickeln. Wir wurden dann recht früh von Tierärzten angesprochen, die insbesondere ein grosses Potenzial in der medizinischen Anwendung sehen (z.B. Langzeit-EKG bei Herzproblemen in der natürlichen Umgebung des Hundes, ohne dass er dabei gestresst ist; kontinuierliche Messung von bestimmten Daten wie Herz, Atmung, Körpertemperatur, etc. zur besseren Abschätzung des Krankheitsverlaufs). Wir arbeiten eng mit Veterinären zusammen und werden wohl nächstes Jahr auch ein Produkt entwickeln, dass eher für den Tierarzt bzw. über den Tierarzt verwendet und vertrieben wird (also dann, wenn der Hund wahrscheinlich schon krank ist).

    Als Hundeliebhaber haben wir uns aber irgendwie gedacht – warum kann man als Hundebesitzer eigentlich nicht auch diese ganzen Infos zu Gesundheit und Wohlergehen kriegen. Damit war die Idee geboren, ein Halsband zu entwickeln, das unaufällig und schön ist und gleichzeitig diese Bindung zum Hund ermöglicht – DogsSense war geboren. ☺
    Wir möchten in unserer weiteren Entwicklung möglichst unabhängig von Geldgebern oder auch Partnern z.B. aus der Futterindustrie bleiben, um den Fokus zum Wohlergehen des Hundes immer im Vordergrund haben zu können. Dazu sind wir aber auf die Finanzierung über Vorbestellungen des Halsbandes angewiesen. Über diese Vorbestellungen können wir eine kritische Masse zur Produktion erreichen und die Kosten decken. Zur Organisation der Vorbestellungen dient eine bekannte weltweite Plattform („Crowdfunding“) Indiegogo. Dort findet ihr jetzt auch noch viel mehr Infos: www.igg.me/at/dogsSense
    ... gleich gehts weiter ...

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  13. ... hier gehts weiter ...

    Um noch auf einige offene Fragen von euch konkret einzugehen:
    - als Hundebesitzer ist man sich ganz sicher, dass man seinen Hund so gut kennt, dass man sofort weiss, wenn etwas nicht stimmt. Leider ist das bei vielen Dingen, wie zum Beispiel bei Herzkrankheiten (Klappenschwäche etc.) nicht so. Im Gegenteil, Hunde tendieren aus ihrem Schutzinstinkt heraus dazu, Krankheiten zu verbergen. DogsSense kann Unregelmässigkeiten sehr früh aufzeigen, sodass hier schwerwiegende Krankheiten und auch daraus entstehende oftmals teure und langwierige Behandlungen vermieden werden können
    Ausserdem kannst du natürlich auch rückblickend sehen, zum Beispiel wenn du deinen Hund mal eine Woche abgeben musstest, ob alles in Ordnung war.
    - ich bin auch kein Fan von ständigem „aufs-Smartphone-schauen“ ;) Diese Lösung ist einfach dem einfachsten technologischen Weg geschuldet. Die Daten können am einfachsten über das Smartphone übertragen werden, ohne dass man händisch das Halsband zum Beispiel anschliessen muss, etc. Die Datenübertragung und überhaupt das ganze System funktioniert total einfach und man muss überhaupt nichts machen. Man lädt die App runter, legt das Halsband an (dieses erkennt automatisch wenn es am Hund anliegt), fertig. Die Daten werden übertragen ohne dass du irgendetwas weiter machen musst. Wir werden sicher später auch eine Lösung für zu Hause haben ohne Smartphone. Mit irgendetwas muss man eben anfangen. ;)
    - die Analyse bezieht sich übrigens immer auf deinen individuellen Hund und wird nicht mit irgendwelchen groben „Normalwerten“ abgeglichen. Deine Windhunde vergleichen sich also nur mit sich selbst @moccas finest ;) ;) Und wenn das Herz deutlich unregelmässiger schlägt als es bei deinem individuellen Hund über längere Zeit der Fall war, dann wirst du frühzeitig darauf hingewiesen. Gleiches gilt für die anderen Aspekte – z.B. Körpertemperatur (diese ist auch sehr unterschiedlich allen Hunden, selbst innerhalb einer bestimmten Rasse), Aktivität, Fressverhalten, Hechelrate, etc. etc. Beim nächsten Tierarztbesuch kann man trotzdem dem Tierarzt auch die Möglichkeit geben, sich die Daten im längeren Verlauf mal anzuschauen und muss sich nicht auf die 10 Minuten-Untersuchung verlassen, bei der der Hund sowieso noch zusätzlich gestresst ist.

    Ich hoffe, ich konnte euch allen ein bisschen bessere Einblicke geben und lasst mich gerne wissen, wenn ihr noch Fragen habt. Ansonsten freuen wir uns natürlich sehr über jede Unterstützung, um DogsSense bald auf den Markt bringen zu können und die Gesundheitsvorsorge für Hunde zu verbessern. ☺
    www.igg.me/at/dogsSense

    Mit vielen lieben Grüssen,
    Dorina

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    1. Liebe Dorina,

      ich danke Dir sehr für die ausführliche Antwort ... sicher wird es für viele Leser interessant gewesen sein.
      Besonders die Anpassung an den jeweiligen Hund ist natürlich prima, denn so muss kein Windhundbesitzer Bedenken haben, dass die Werte seiner Hunde mit denen eines Neufundländers verglichen werden.

      Mir gefällt euer Produkt sehr gut und sei sicher, ich werde es im Auge behalten.

      Liebe Grüße,
      Isabella mit Damon und Cara

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