Montag, 24. Juli 2017

Wir lassen Hundebilder sprechen - Dankbarkeit


Cara ist dankbar für Garten und Teich
Viel zu oft höre ich im Bekanntenkreis, dass die Leute nicht glücklich sind, unzufrieden und sich darüber ärgern, dass es anderen viel besser geht. Wir hören sehr oft, dass wir das alles nicht verstehen könnten, weil wir ja so viel Glück gehabt hätten und überhaupt würde es uns ja viel besser gehen.

Dann komme ich schon ins Grübeln. Natürlich hatten wir Glück - aber wir haben auch hart gearbeitet. Wir genießen unser Leben hier in der neuen Heimat - aber wir haben uns auch entschieden etwas zu tun. Wir sind dankbar für die Möglichkeiten, die wir hatten. Wir sind dankbar für den Mut, die Möglichkeit auch zu nutzen. Wir sind für so Vieles dankbar ... einfach weil wir uns bewusst sind, dass es auch anders sein kann.

Aber wir meckern auch nicht viel. Natürlich macht ein Job nicht immer Freude - aber auch damit muss man umgehen. Auch unsere Hunde sind nicht immer gesund (und wir auch nicht) - aber wir können ihnen doch helfen. Manches geht auch hier schief - aber es ändert doch nichts daran, wenn ich nur darüber meckere. Ich glaube, es ist unsere recht pragmatische Art mit Dingen umzugehen, die es uns ermöglich hauptsächlich dankbar und dadurch auch glücklich zu sein.

Wie ist es bei euch? Habt ihr Gründe, dankbar zu sein - genießt ihr die einfachen Momente - oder fällt es euch schwer und ihr hadert mit dem Schicksal?

Kommentare:

  1. Du hast es gut geschrieben...
    Oft bin ich auch sauer, weil So viel an mir hängen bleibt und es mir oft mal die Zeit fehlt, einfach mal Kraft zu schöpfen...
    Jedoch hab ich einen Weg gefunden.
    Jeder Tag ist ein neuer Tag und ich schaue nach vorn.
    Leider fehlt mir dann oft Zeit für Dinge, die mir etwas bedeuten ( zum Beispiel Bloggen)
    Glücklich bin ich, dass es Tibi viel viel besser geht.
    Das ist für mich so wichtig und daraus schöpfe ich viel Kraft.
    Liebe Grüße
    Sylvia

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    1. Ich freue mich besonders zu lesen, dass es Tibi besser geht - und ich kann verstehen, wie glücklich Du dadurch bist. Ich finde, jeder muss für sich einen Weg finden ... und jeden Tag als einen neuen Tag zu sehen ist ein sehr schöner Weg.

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  2. Genau so sehe ich das auch (oder je nach Tag: versuche ich es zu sehen ;-)). Ich gönne Cara ihren Teich von Herzen.
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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  3. Ich achte bewusst auf eine positive Grundeinstellung, weil ich finde das es uns eigentlich ziemlich gut geht. Ich mag es nicht wenn Menschen immer über alles und jeden am meckern sind und sich ihr ganzen Leben schlecht reden. Denn wenn man mal wirklich ehrlich zu sich ist, es gibt so viele Menschen denen es so viel schlechter geht als uns.
    Liebe Grüße
    Jasmin mit Nora, Rico und Sam

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    1. So sehe ich es auch - und manchmal muss man sich einfach daran erinnern. Und eine positive Grundeinstellung ist immer hilfreich!

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  4. Oh, wir sind oft dankbar! Es fing bei mir schon an, dass mir der Arzt mit 15 weges des Lymphödems eine Lebenserwartung von 30 Jahren vorausgesagt hat.
    Auch wenn er mir damals unwissend die Lymphgefässe am Arm entfernt hat, bin ich dankbar, seine Prognose "geringfügig" überschritten zu haben.
    Uns ist schon viel Schlimmes widerfahren, und trotzdem sind wir dankbar, dass es nicht NOCH schlimmer war. Hätte ich mir z.B. bei meinem Sturz die rechte Schulter gebrochen, wär ich etliche Wochen total auf fremde Hilfe angewiesen. Ich bin dankbar, dass ich einen so tollen Arzt gefunden habe, der sich die Mühe gemacht hat, mir zu helfen, und nicht einfach ein neues Gelenk einsetzen wollte, wie ein anderer Arzt. DAS hätte nämlich nicht funktioniert. Ich könnte hier noch endlos so weiter schreiben.....
    Wir sind für ALLES dankbar, und haben unser Leben lang versucht, etwas zu tun, dass es uns gut geht. Ich bin nicht unzufrieden!
    Besonders dankbar bin ich, dass ich Isi schon soooo lange haben darf.
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

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    1. Viele Gründe dankbar zu sein - und es ist schön, dass Du es auch so empfindest. Gerade mit Deiner Schulter wären viele entmutigt und auch wütend gewesen ... Du hast vieles versucht und es hat sich (zumindest schon etwas) gelohnt.
      Was ich besonders gut verstehen kann ist Dein letzter Satz - jeder Tag mit einem geliebten Hund ist ein Grund für Dankbarkeit!

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  5. Jeder ist seines Glückes Schmied, sagt man doch so schön. Und auch wenn man nicht alles immer in der eigenen Hand hat, so gibt es doch genug Schönes an dem man sich erfreuen kann, wenn man es nur will. So wie es die "Glückskinder" gibt, findet man eben auch die notorischen Schwarzseher. Da spielt auch die Sichtweise meiner Meinung nach eine ganz große Rolle. Mir hat meine Ex-Schwägerin mal "vorgeworfen", dass mir immer die tollsten Jobs "zufallen" Aber ich habe für meinen Ausbildungsplatz fast 100 Bewerbungen geschrieben und nach der Ausbildung halt immer zugesehen, dass ich mich fortbilde, gut im Betrieb anstelle und somit gute Zeugnisse erhalte usw. Das mag nach außen vielleicht ausgesehen haben, als ob mir die Jobs zufliegen, aber ich habe aktiv daran gearbeitet. Wenn man nämlich nur rumsitzt und jammert, dass es allen anderen besser geht, dann ändert sich nichts. Also ich finde genug Gründe, um mich zu freuen und dankbar dafür zu sein, auch wenn unser Leben nicht immer glatt verläuft/verlaufen ist. Die Maya ist gerade ein klitzeklein wenig neidisch auf Caras Teich, aber das gibt sich bestimmt wieder ;-)))
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Das meinte ich ... etwas tun, um etwas zu erreichen und dann aber auch danbar sein, dass man es geschafft hat - nicht immer mehr wollen.
      Falls Maya mal bei uns in der Gegend ist ... Cara teilt ihren Teich gerne ;)

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  6. Das hast du sehr schön geschrieben, Isabella. Es kommt immer auf die Sichtweise an, wie man etwas sieht. Sicher, manches kann man nicht positiv sehen. Aber es ändert sich auch nicht, wenn man darüber jammert und meckert. Man muss dann eben gezielt nach den Dingen suchen, für die man dankbar sein kann. Auch wenn das bestimmt nicht immer einfach ist.

    Liebe Grüße

    Britta

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    1. Ntürlich ist im Leben nicht immer alles Positiv und es gibt Momente, da hat man das Gefühl, es stürzt alles über einem ein ... aber es geht doch auch darum, dort wieder herauszukommen und nicht zu vergessen, was man noch hat und sich auch daran zu erfreuen.

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  7. Ich war heute dankbar über den freien Nachmittag, die vielen bunten Blümchen auf unserem Gassi-Gang, den kleinen blauen Schmetterling...ach, es einfach ein toller Tag und aufregen will ich mich auch nicht :-)
    liebe Grüße
    Aaron und Sandra

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    1. Wie schön ... und ich kann es gut nachvollziehen :)

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  8. Es ist schön, wenn man so souverän mit seiner Lebenssituation umgehen kann. Ich meine auch, dass man, egal wie schwer es das Leben einmal macht, dankbar sein kann. In jeder Misere findet sich etwas Schönes, das man mit Dankbarkeit betrachten kann.
    Wie Du schon schreibst, man muss es nur erkennen und würdigen.

    Ich bewundere Euch und freue mich von Herzen, dass Ihr Euer Glück gefunden habt. Mein Ding wäre es nicht, aber dennoch kann ich gönnen, was Euch glücklich macht. Niemals käme ich auf die Idee, deshalb zu jammern.
    Ich nehme mir aber heraus zu jammern. Ich meine, dass es guttut, befreit und meinen Mitmenschen auch zeigt, wie es mir geht. Vielleicht versteht man mich dann in einigen Situationen besser oder verzeiht mir Missgeschicke.

    Ich versuche auch immer positiv und zuversichtlich zu sein, aber es immer nur zu sein, kauft einem auch keiner ab. Gibt es was zu beklagen, dann erlaube ich es mir und gut ist. Ich möchte kein Mitleid, aber ein paar tröstende Worte oder eine liebevolle Umarmung sind etwas Feines.

    Natürlich hat jeder Mensch eine andere Schmerzgrenze und oft sind es ja auch die kleinen Dinge, die das Fass zum überlaufen bringen. daher maße ich mir nicht an zu bewerten, ob zurecht oder völlig überzogen gejammert wird. Ich versuche jedem empathisch gegenüber zu treten und zeige gerne auch Mitgefühl.

    Viele nachdenkliche Grüße
    Sabine mit Socke oder die dankbaren Jammerlappen

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    1. Keinen ist das Recht abgesprochen zu jammern und auch zu stöhnen - es gibt immer Momente, die einen unglücklich machen und die man verarbeiten muss. Auch wir jammern manchmal - aber wir versuchen nicht unser Leben damit zu verbringen. Es ist furchtbar, wenn plötzlich das Waser aus der Wand läuft - und natürlich fragt man sich, ob das jetzt wirklich kommen musste und man regt sich auch darüber auf und man erzählt es Freunden. Aber dann wird es repariert und man kann damit abschließen. Man muss es nicht für die nächsten Monate als schwere Bürde mit sich herumtragen!
      Ich tue mir schwer mit dem Grundtenor in unserem Bekanntenkreis, dass das Leben gemein ist, immer nur andere Glück haben und überhaupt alles blöd läuft. Gerade bei Menschen die so vieles haben - Gesundheit, sichere Jobs, ein schönes Haus, gesunde Kinder - es aber nicht schätzen können ... weil der Job nicht immer Freude macht, das Haus eigentlich am falschen Ort ist, der Rücken manchmal zwickt und die Kinder nicht die sportlichen Erwartungen der Eltern erfüllen. Da bin ich eben der Meinung, dass eine Rückbesinnung auf das Vorhandene und Dankbarkeit dafür viel besser wäre.

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  9. Liebe Isabella, das ist wieder ein wunderschöner Posting von dir. Meine Antwort darauf ist wahrscheinlich ein wildes Sammelsurium (schreibt man das so?). Hadere ich mit dem Schickal - ja in dem letzten Jahr muss ich das für mich bestätigen. Chirus Tod hat mich sehr mitgenommen. Wir haben gemeinsam so gekämpft, Chiru hat viele Einschränkungen die eigentlich für einen Hund nicht machbar sind, tapfer hingenommen und trotzdem musste er so jung sterben. Ich habe ihn so geliebt - trotzdem wurden mir nur 10 Jahre geschenkt. Ich weiß nicht wie ich es formulieren soll, aber ich denke jeder Mensch hat eine Schwachstelle, die einen umhaut, wenn ihn dort packt. Für mich war es Chiru, weil ich inn mehr als alles auf der Welt geliebt habe. Auf der anderen Seite bin ich aber auch dankbar für viele Dinge im Leben. Neid auf andere? Nein, ich freue mich für andere und bewundere Menschen die sich ihre Träume erfüllen. Ich sehe es als Ansporn selber mutiger zu sein. Trotzdem möchte ich mich auch Sabines Worten anschließen. Ich finde es auch wichtig, laut zu sagen, wenn man seine Schmerzgrenze erreicht hat. Man muss auch mal jammern dürfen und auch ich finde es wichtig, dann Menschen zu haben, die mich einfach in den Arm nehmen.
    Liebe Grüße
    Sali

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    1. Ich stimme Dir zu - in Momenten die einem das Herz schwer machen zu kammern tut gut und auch dann Trost zu erhalten ist wichtig. Ich tue mir nur schwer damit, dass es viele menschen gibt, die einfach permanent unglücklich sind ... obwohl sie so viel Gutes in ihrem Leben haben, es aber nicht sehen wollen - weil andere aben mehr davon haben (aus ihrer Sicht)!
      Mir ging es eher darum zu sagen, es gibt so viele Dinge, für die man dankbar sein sollte - man muss es aber auch wollen. Natürlich gibt es auch genug Dinge, die es einem schwer machen. Wie bei Dir der Tod von Chiru. So ein Einschnitt ist schlimm und macht betroffen und man selbst ist wie gelähmt. Aber irgendwann sollte sich in diesen Schmerz und die Trauer doch auch eine kleine Erinnerung schleichen, die einen dankbar für die Zeit werden lässt die man gemeinsam hatte.

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  10. Ich bin jeden Morgen und Abend Dankbar wenn ich endlich mein Futter bekomme ;)

    Schlabbergrüße Bonjo

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  11. Liebe Isabella,
    das Verhalten, was du aus deinem Bekanntenkreis schilderst, würde ich eher als Neid und Mißgunst bezeichnen. Wenn man immer nur danach strebt, was andere haben, dann ist man natürlich unzufrieden. Dankbar kann man auch über viele kleine Dinge sein.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Schön formuliert ... aber ich sehe es nicht nur als Neid, ich sehe es oft so, dass das Streben nach immer Mehr und immer Neuem oft dem Erkennen dessen was man hat im Weg steht. Das wollte ich eigentlich sagen!

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  12. Liebe Isabelle,
    Wir haben deinen Bericht gerne und mit Interesse gelesen. Du hast uns wieder einmal aus dem Herzen gesprochen. Mein Frauchen sagt manchmal, dass sie dankbar ist diese Mentalität geschenkt bekommen zu haben. Wenn sie einmal doch ins Schattental fällt - hat sie ja mich, ich zieh sie dann auf einen langen Bummel durch Wälder und über Felder - so lange bis sie die Sonne wieder sieht, die Vögle wieder hört und die Blümchen am Wegrand bestaunt.
    Nicht umsonst sagt sie dann - das grösste Danke gehöre mir.
    So gilt es wiederum dankbar zu sein - dass wir uns gefunden haben
    Ayka

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    1. Entshuldigung, das war natürlich ich die Ayka und nicht die vorwitzige Libelle

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    2. Egal ob Ayka oder die Libelle ... ihr habt es schön geschrieben. Manche kleine Freude am Wegesrand erkennen viele Menschen nicht mehr - und das finde ich schade.
      Es sollte doch nie darum gehen, wer wovon mehr hat - sondern zu erkennen, was man selber alles hat und genießen kann.

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