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Samstag, 2. April 2016

Unterernährter Schäferhund ?!

Manche Begegnungen mit anderen Hundehabern sind nett und spaßig - andere sind erstaunlich und einige wenige sorgen bei mir für Verwirrung. 


So ging es mir mit einer Dame, die ich bei unserer Abendrunde auf dem Heimweg vom Büro getroffen habe. Wir waren an der Ronneburg unterwegs - ausgewiesen als Vogel- und Naturschutzgebiet. Damon und Cara also an der Leine, da rannte aus dem Nichts ein kleiner Dackel-Terrier-Irgendwas-Mix auf uns zu an uns vorbei einem Reh hinterher und dann wieder zu uns zurück. Kein Halsband und kein Mensch zu sehen. Zum Glück war er relativ friedlich und Damon auch gut gelaunt :)

Der Kleine blieb auch nicht lange, sondern machte sich einen Spaß daraus die in der Nähe stehenden Störche aufzuscheuchen und ihnen nachzulaufen. Während ich noch überlegte was zu tun war kam eine Dame angeschlendert und rief halbherzig noch ihrem "Frodo" ... der keine Anstalten machte zu kommen und immer weiter aus unserem Sichtfeld verschwand. Ich ging auf sie zu und meinte, neben der Tatsache, dass ich es nicht gut fand wie er zu uns gerannt sei - noch schlimmer fände ich es, dass er ein Reh gejagt und die Störche verjagt hätte. 

Die Antwort war unhöflich und bedeutete: früher hätte sich niemand daran gestört ... Hunde müssten jagen ... wo sie ihren Hund laufen lässt wäre ihre Sache ... ich könnte ja auch woanders laufen.
Ich wollte eigentlich nichts mehr dazu sagen und weiter meiner Wege gehen, da kam der Satz des Tages: Sie hätte früher auch immer Schäferhunde gehabt und die hätten auch jagen dürfen. Und damit hätte sie ihre Schäferhunde sicher besser gehalten als ich meinen Schäferhund (Blick auf Cara)  - der ja wohl total unterentwickelt wäre und unterernährt ... und sie würde mich am liebsten wegen Tierquälerei anzeigen. 

Mein herzhaftes Lachen muss sie sehr irritiert haben - denn ab da war es mir dann wirklich zu dumm und ich bin einfach zurück ans Auto gelaufen. Cara ... mein unterernährter Schäferhund :)
Erst auf dem Heimweg fiel mir der passende Antwortspruch darauf ein: ich hätte auf Damon zeigen sollen und sagen, um den Schäferhund solle sie sich keine Sorgen machen, denn der Riesenschnauzer wäre doch viel schlechter dran :)

Aber vor diesem unschönen Treffen sind wenigstens noch ein paar Bilder entstanden, die ich euch zeigen wollte:
Im Hintergrund sieht man die Schilder zum Vogelschutzgebiet
Die ersten Blüten
Cara schnuppert gerne
Und ich gucke nochmal Blüten :)

Freitag, 20. November 2015

Beulen, Blessuren und blaue Flecke

... so endete meine gestrige Abendrunde.

Wir verließen das Büro sogar etwas früher als normal, denn der Verkehr ist bei schlechtem Wetter echt anstrengend und ich wollte gerne vor dem Stau fahren. Aber schon da schlich sich der kleine Teufel ein - die Idee hatten alle anderen auch.

Also kamen wir erst gegen 18 Uhr an eine schöne Stelle zum Spazieren im Dunkeln. Aber hier war uns das Glück fast hold, denn in den ersten 5 Minuten des Spaziergangs regnete es (fast) nicht:

Wir sahen gerade noch einen tollen Sonnenuntergang
Ich leuchte weitreichend

Wir waren noch nicht weit gekommen, da fing es an zu regnen und an weitere Bilder war nicht mehr zu denken - aber wie ihr unschwer erkennen könnt an der Ausleuchtung von Cara: ich bin mit Stirnlampe unterwegs!

Der Regen wurde stärker und ich war schon gedanklich dabei wieder umzudrehen ... da war er plötzlich: der fremde Hund! Ohne Leine, ohne Herrchen und ohne Manieren. Er sprang in uns rein, schnupperte mal an Cara und fing an zu knurren ... echt eine blöde Idee, den Damon kann es so überhaupt nicht leiden, wenn man sein Mäuschen anknurrt! Also knurrten schon zwei Hunde und der fremde schnappt mal zu ... in Cara. Die schrie wie am Spieß und geriet in Panik - hing aber noch an der Leine. Damons Leine lies ich gleich mal fallen ... und Caras Schwung brachte dann auch mich zu Fall! Da lag ich dann, mitten im einer Pfütze, die panische Cara an der Leine, der fremde Hund rannte auf der Flucht von Damon gleich mal über mich drüber ... Damon dummerweise auch!
Zum Glück suchte der Fremde Hund sein Heil in der Flucht und Damon kam glücklich, aber mit leicht blutiger Schnauze zurück zu mir! Cara war verängstigt und lag neben mir in der Pfütze und Damon leckte ihr vorsichtig das Ohr.

Ich sortiere mich - spürte einige Blessuren - sortierte die Hunde und machte mich auf den Rückweg zum Auto! Klatschnass waren wir alle ... aber ich untersuchte erst die Hunde, besonders Damons blutige Schnauze. Aber es scheint so, als habe er Spuren im anderen Hund hinterlassen und nicht umgedreht.

Cara war an einigen Stellen schmerzempfindlich, aber hatte keine sichtbaren Verletzungen.
Dann stieg ich ins Auto, atmete tief durch und fuhr heim.

Daheim legte ich uns dann alle erstmal trocken und gab den Hunden (und mir) vorsorglich ein paar Globuli Arnica und Rhus Tox und redete mir meinen Ärger von der Seele. Ich war froh, als die Hunde selig schlummerten und ich mich auch hinlegen konnte. Trotzdem war meine Nacht unruhig und ich spürte so einige Stellen recht schmerzhaft.
Zum Glück ist es wirklich bei harmlosen Blessuren und blauen Flecken geblieben und in einigen Tagen sind die sicher auch verschwunden.



Aber die Frage die mir nicht aus dem Kopf geht ist: was hätte ich anders machen sollen?! Normalerweise bin ich gut im Abblocken von fremden Hunden. Aber dieser war aus dem Dunkeln so plötzlich da und stand dann auch noch zwischen Damon und Cara, die beide vor mir liefen. Dann ging es auch so schnell weiter ... ich war einfach nur geschockt.


Heute geht es den beiden Fellnasen wieder besser - nur Cara war bei der Morgenrunde noch etwas schreckhaft und hat sich sehr dicht bei mir aufgehalten (ok - zweimal wäre sie mir am liebsten auf den Arm gesprungen). Die Schmerzhaftigkeit hat nachgelassen, aber Globuli gibt es noch für ein paar Tage. Wir werden uns wieder ein ruhiges Wochenende machen und erholen uns von dem Schrecken in der Abendstunde. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Wir lassen Hundebilder sprechen - Spielen


So etwas fällt mir immer ein, wenn mir von weitem schon jemand zuruft "Meiner tut nix ... !" Wobei es hier auf dem Bild wirklich Spiel ist - aber Damon und Cara leben miteinander und die raufen und spielen auch miteinander. 

Mit anderen Hunden hat Damon nicht mehr so gerne engen Kontakt. Wobei es natürlich sehr abhängig davon ist, wie sich die anderen Hunde benehmen. Leider gibt es bei uns einige sehr unhöfliche "ich-laufe-in-Dich-rein" Hunde mit Haltern, die mir immer wieder erklären, Damon wäre unsozial, weil der dann knurrt!
Meistens habe ich keine Lust zu diskutieren und gehe solchen Leuten gleich aus dem Weg. Besonders jetzt mit Cara meide ich doch einige Hunde und deren Menschen.
Cara ist noch sehr schüchtern, fast etwas ängstlich, anderen Hunden gegenüber. Im Tierheim hat sie anscheinend gelernt, dass Bellen eine gute Strategie ist - also bellt sie einfach mal jeden anderen Hund an, sträubt ihr Nackenfell und rennt dann zu mir ;) Daran arbeiten wir ... wenn irgendwie möglich auf Entfernung. Damon sitzt dann meistens schon neben mir und wartet, wie ich mich entscheide. 
Wenn der andere Hund jetzt einfach auf uns zu rennt, dann muss ich im Blocken noch schneller sein, denn Cara hat jetzt noch etwas mehr Angst und Damon würde das im Zweifel auch selber regeln wollen.


Leider hatten wir erst jetzt wieder so ein Erlebnis auf das ich hätte verzichten können. Ich sah nichts - hörte aber aus dem Maisfeld merkwürdige Geräusche und dann eine Frauenstimme die schrie: "Der will nur spielen. Der ist noch ein Welpe!"
Dann sah ich ihn aus dem Maisfeld auf uns zupreschen - gefühlte 100kg in Bewegung und mindestens 70 cm Schulterhöhe - und natürlich mit voller Wucht auf direktem Weg ohne sich irgendwie bremsen zu lassen auf Cara drauf. Es sah aus, als hätte er gerade sein Frühstück entdeckt. Ich drängte ihn dann doch noch etwas ab, fischt Cara unter seinem massigen Körper raus und versuchte Damon davon abzuhalten, dem mal ordentlich den Marsch zu blasen! Blödes Erlebnis für uns alle.

Mit einer zitternden Cara auf dem Arm und einem mehr als ungehaltenen Damon an der Leine versuchte ich diesen WELPEN auf Abstand zu halten. Mit massivem Körpereinsatz habe ich ihn immer wieder geblockt.  Er kam mir riesig vor, war aber zum Glück nicht so schnell und wendig ... dafür schnappte er etwas!
Endlich kam sein Frauchen angeschlendert - wurde etwas schneller, als ihr zurief, wenn sie ihren Hund nicht bald anleint, dann würde ich es nicht mehr nur mit Körpersprache versuchen.

Als sie ihn endlich an der Leine hatte, fing sie sofort an mich als Welpenhasser zu beschimpfen und mir zu erklären, wie gemein meine erwachsenen Hunde sich ihrem armen Welpen gegenüber verhalten hätten ... schließlich gäbe es ja den Welpenschutz und ...! Da fiel ich ihr ins Wort und sagte, ich wolle mit ihr nicht diskutieren und eigentlich auch keinen Kontakt. Sie solle einfach ihren Hund bei sich behalten, dann wäre doch alles gut. Da fing sie wieder an mir zu erklären, dass in den 18 Monate die ihr WELPE jetzt alt ist, noch nie andere Hunde so böse zu ihm gewesen wären wie meine.

Ich merkte, sie war einfach frustriert, geschockt und ernstahft entsetzt - daher wurde ich ruhiger und fragte mal nach, wie sie denn auf die Idee käme, mit 18 Monaten sei ihr Hund noch ein Welpe sei. Die Antwort schockte mich mehr als alles andere: ihr Hundetrainer hatte ihr gesagt, ein Mastiff wäre erst mit ca. 3 - 4 Jahren erwachsen, deswegen sei er jetzt immer noch ein Welpe und mit der Erziehung könne man - wegen des Welpenschutzes - ruhig auch noch etwas warten.

Mein Gewissen regte sich ... ich war im Zwiespalt ... ich entschied mich falsch. Ich wollte mit ihr reden. Aber das war leider nicht möglich, weil sie es ja besser wusste und als sie mir riet, mich wegen meiner Probleme doch an ihren Trainer zu wenden, da ging ich ... ziemlich wortlos.

Erst da fiel mit auf, dass ich Cara noch auf dem Arm hatte und dass sie immer noch zitterte. In sicherer Entfernung setzte ich sie ab und sowohl Damon als auch ich untersuchten sie - denn ich war mir nicht sicher, ob ihre zierlichen 14 kg den Ansturm unbeschadet überstanden haben. Zum Glück ist nicht passiert.

Was für ein Spaziergang - JA - es gibt Tage, da kann ich mir vorstellen, nie wieder anderen Hundehaltern begegnen zu müssen :)

Samstag, 4. Januar 2014

Ich als Gastautor - Januar 2014


Angeregt durch eine merkwürdige Begegnung während eines Spaziergangs überkam mich der Wunsch, mir diesen Frust mal von der Seele zu schreiben. Es ist doch immer wieder überraschend, mit welchem missionarischen Grundgedanken Leute ein Gespräch anfangen :)

Ganz harmlos ging es los "Ihre Beiden sind aber sehr unterschiedlich, oder?" Naja, dem konnte und wollte ich auch nicht wiedersprechen - schon von der Optik her ;) Weiter ging es mit einer Frage, die mich sehr hellhörig macht "Gehen sie denn mit Beiden in die gleiche Hundeschule?" Bevor ich da zu langen Erklärungen aushole sagte ich einfach nur die Wahrheit "Keiner von Beiden war in einer Hundeschule"

Falscher Fehler - ich konnte es schon am Gesichtsausdruck erkennen. "Warum schaffen sich Leute einen Hund an, wenn sie nicht bereit sind, dann auch zeit mit ihm zu verbringen! Ein Besuch der Hundeschule ist absolut notwendig. Die Hunde brauchen dauernde Sozialkontakte und auch die Halter müssen sich permanent weiterbilden. Dem Hund das nicht zu gönnen heißt ihn seiner Lebensqualität zu berauben ..." Ich versuchte einfach nur, das Gespräch zu beenden und mich dieser Dame zu entziehen - aber die wollte jetzt auch nicht aufgeben. Irgendwann sah sie wohl ein, dass ich nicht zu bekehren bin und verabschiedete mich mit den Worten "So einem schlechten Hundehalter wie ihnen sollte man wirklich die Tiere abnehmen!"

Da ich Fabian von Issn' Rüde schon vor längerer Zeit einige Beiträge versprochen habe, fand ich es nur gerecht, wenn ich den so entstandenen Beitrag an ihn schicke. Ich finde seine Seite wirklich interessant und mir gefällt, dass dort auch viele verschiedene Leute zu Wort kommen. Daher findet ihr meine Antwort auf die Frage "Bin ich ein schlechter Hundehalter" auch auf seiner Seite ;)

Montag, 24. Juni 2013

Bei mir bricht eine AUS-Zeit an

Leichter Schiefstand - ich muss wohl meinen Blickwinkel gerade rücken
Ich möchte etwas aufgreifen, was ich so ähnlich schon mal im Blog von Lucie als Kommentar hinterlassen habe und was auch als Ergänzung zu meinen Spaziergangserlebnis an der Ronneburg passt.

Ich nehme mir ab sofort das Recht häufiger AUS zu sagen – nicht nur zu meinen Hunden, auch zu vielen Menschen!

In letzter Zeit habe ich das Gefühl, ich treffe vermehrt auf (Hunde)Menschen mit seltsamen Einstellungen. Nicht nur Mr. Hundetrainer oder die Besitzer der Kangal-Mix-Hündin, die im Winter nur kurze Runden drehen musste - die Extrembeispiele. Auch viele andere Leute, die ich nur kurz mal treffe und die ihre Einstellung zur Hundehaltung missionarisch auf jeden anderen übertragen wollen.

Meine Einstellung zu Hundehaltung, Erziehung und Beschäftigung ist doch meine Sache und die meines Mannes. Ich will mich nicht mehr mit Leuten auseinandersetzten, die mir erklären, wie schlecht es meinen Hunden doch geht …
… weil sie nicht immer frei laufen dürfen,
… weil wir kein „Entertainment-Programm“ für die Hunde haben mit Sachen wie Agility, ZOS, Trailing, Hundeschule und vielem mehr,
... weil ich immer sage, ich erziehe meine Hunde nach meinen Bedürfnissen und nach meinem Bauchgefühl und nicht nach irgendwelchen Trends
und vor allem
… weil meine Hunde oft klare Verbote erhalten – eben ein AUS!

Meine Hunde verstehen ein AUS – das bedeutet, was immer ihr auch gerade tut, beendet es sofort. Leider verstehen anscheinend viele Menschen dieses Wort nicht – die reden einfach weiter ;)

Vor einiger Zeit habe ich versucht zu erklären, warum ich in manchen Dingen Verbote einfacher finde, als anderes: Wie würde denn ein „Baden verboten“-Schild sonst aussehen? Sie dürfen hier an den Rand des Wassers gehen, sich das Wasser anschauen, ggf. dürfen sie etwas in das Wasser werfen, sie dürfen Enten hier beobachten, sich auf eine Bank setzen, Löcher in die Luft starren …? Mit dem einen Verbotsschild wird aber einfach klar: Hier dürfen sie alles AUSSER BADEN ;)

Ich bin der Meinung, wir müssen unseren Hunden wir ein ganzes Leben lang „zeigen“ und „deutlich machen“ was wir wollen. Manche Menschen können das sehr gut … andere leider nicht. Ich habe für mich herausgefunden, dass es meinen Hunden mit einer kurzen sehr klaren Ansage oft viel besser geht als mit einem langen und nervigen Rumgedruckse.

In der Kommunikation meiner Hunde untereinander und manchmal auch mit anderen Hunden erlebe ich oft, dass ein kurzes Knurren, manchmal auch nur ein Blick oder das Strecken des Kopfes reicht … schon herrscht Klarheit. Manchmal ist ein Verbot eben viel einfacher zu verstehen als alles andere zu erlauben. Ich kann sicher nicht so klar kommunizieren wie es Hunde können – aber ich versuche es! Ich rede hier nicht von Gewalt – ich rede von Grenzen.

Bei uns gibt es einige Grenzen: Damon und Laika dürfen nicht ins Bett, aber auf das Sofa. Sie dürfen nicht ungefragt zu anderen Hunden, sie dürfen nicht einfach aus dem Auto springen, sie dürfen kein Essen nehmen, dass nicht von uns kommt … und vieles mehr!

Leider fällt es mir anscheinend bei Menschen nicht so leicht, diese Grenzen zu setzen. Das mit dem AUS scheine ich nur Hunden gegenüber klar kommunizieren zu können. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Menschen nicht daran gewöhnt sind, dass ihnen jemand anders eine deutliche Grenze aufzeigt. Ich werde es aber weiter versuchen ;)
Noch immer leichte Schieflage - aber gute Vorsätze ;)










Montag, 13. Mai 2013

Schönwetterhunde



In den letzten Jahren fällt es mir immer wieder im Frühling auf – es gibt mehr Hunde. Naja, eigentlich ist das nichts Schlimmes und auch sicher nichts Ungewöhnliches … wenn ich nicht viele davon schon mal im letzten/vorletzten Sommer gesehen hätte. Nur im Herbst und Winter eben nicht mehr. Wir nennen diese Rasse „Schönwetterhundehalterhaber“ (kann etwas dauern, bis jeder den versteht).


Wir treffen auf unseren Morgenrunden ja eher selten andere Hunde – kann ich auch verstehen, 5.00 Uhr ist nicht jedermanns Zeit ;) Aber abends wäre es schön, wenn wir ab und an mal jemanden treffen würden. Damon und Laika brauchen zwar nicht unbedingt andere Hunde. Aber es gibt Tage, da rennt Laika mal mit einem Kumpel durch die Gegend und Damon macht Pause (oder umgedreht) – nur nicht mehr bei Temperaturen über 20°C.

Letztes Jahr habe ich auf einer meiner Ausflugsfahrten in der Umgebung ein nettes älteres Ehepaar mit einer jungen Kangal-Mix-Hündin kennengelernt. Laika fand das Mädel toll und vor allem die Art zu Spielen ;) Nach ein paar kurzen Runden im September habe ich leider nie wieder etwas von dem Trio gesehen – bis gestern. Wir waren mal wieder auf Ausflugstour und der Mann hat total erfreut seine Hündin zu uns rennen lassen: "Damit sie sich mal wieder austoben kann." Er konnte nicht verstehen, warum Laika und Damon an der Leine bleiben mussten (für mich ist Läufigkeit ein super Grund). Dann fing er an, mir sein Leid zu klagen: der Hund müsse sich jetzt ja mal wieder richtig austoben. Bei dem ganzen Matsch, Regen und Schnee hätten sie nämlich immer nur kurze Runden in ihrer Straße gedreht – weil den Dreck wollten Sie nicht ins Haus schleppen! Als er mich dann fragte, ob meine beiden denn nicht auch einen „Bewegungsstau“ hätten konnte ich nur ungläubig den Kopf schütteln. 

Ich habe ihn gefragt, warum sie sich denn einen Hund angeschafft hätte, wenn es so schlimm wäre. Daraufhin sagte er im Brustton der Überzeugung: "Weil es gut für uns ist, wenn wir uns mehr bewegen und mit dem Hund wandern gehen." An meinem Blick muss er gemerkt haben, dass ich anfing, an seinem Verstand zu zweifeln. Da kam der Angriff von ihm: sein Hund hätte vielleicht in den letzten Monaten nicht so viel Spaziergänge bekommen – aber dürfte dafür jetzt frei rumlaufen und müsste nicht an der Leine gehalten werden so wie meine unerzogenen Köter !!!

Zum Glück wurde unser Gespräch hier beendet … von einer schreienden Dame mit Labbi ca. 200m von uns entfernt. Da tanzte seine "erzogene" Hündin nämlich schon wieder herum ;) 
Ich kann „Schönwetterhundehalter“ nicht leiden!