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Montag, 12. Juni 2017

Dogs with a mission - Dingo

Bei My Sheltie Aik habe ich einen Beitrag gelesen, was so alles passiert, wenn der Hund alleine ist und dann einen Kommentar hinterlassen - aber es gäbe noch so viel mehr zu sagen :) Wobei es bei mir nicht um das "Hund-allein-daheim-Thema" geht ... sondern ich eher auf die kreativen Hobbies eingehen will:



Hier mein Kommentar:

Alle unsere Hunde hatten so ihre Berufe - wobei mit zunehmendem Alter auch die Berufe wechselten. Damon war früher mal in der Holzbearbeitung als Zerspanungstechniker - die Hundehütte hatte nicht mehr viele intakte Bretter ... wir aber viel Sägespäne :)

Cara hat sich als Surfer probiert - regelmäßig aus dem Körbchen die Kissen geworfen, mit den Vorderpfoten im Körbchen gebuddelt und mit den Hinterpfoten geschoben :)

Lady war Innenarchitektin mit Leib und Seele - ihre Kreationen von Toilettenbürste und Teppich kombiniert mit Handtüchern und Sofakissen sind heute noch legendär :)

Laika war Schumacher - wobei, eher Schuh-Qualitäts-Prüfer ... und dazu noch ein sehr strenger. Die wenigsten Schuhe haben ihrer Kontrolle standgehalten. Selbst die Qualität von Dockers ist wohl nicht so berühmt - wie uns ein perfekt erarbeiteter Querschnitt gezeigt hat :)

Dingo war mehr der Gartengestalter und Gourmet - er hat schon in den 90ern den Trend zu gut gereiftem Fleisch erkannt und "dry aged" unter dem Sofa fand er prima. Wobei auch das Pflanzen von Knochenbäumen eins seines großen Hobbies war.

Schon beim Schreiben ist mir aufgefallen, dass es dazu viel mehr zu erzählen gäbe, denn die Berufe oder auch die Berufung unserer Hunde hat sich wirklich mit zunehmendem Alter geändert und manche Jobs waren doch nicht so perfekt, wie es am Anfang wohl erschien.

Da ein Beitrag über alle Hunde sicher den Rahmen sprengen würde, will ich heute mal mit Dingo anfangen.

Dingo 2006 - kurz bevor er uns verlassen musste

Als Gartengestalter und Gourmet hat er angefangen ... allerdings hat er die Gartengestaltung in seinen mittleren Jahren aufgegeben. Wahrscheinlich hat er eingesehen, dass seine Knochenbäume nicht wachsen und die Lust am einbuddeln von Knochen ist ihm irgendwann vergangen (außerdem war Lady in dem Job viel besser ... aber dazu ein anderes Mal)

Nur die Sache mit dem "DryAged" hat er nie aufgegeben - wir haben ihn daher immer beobachtet, wenn es etwas Frisches zu futtern gab. Die Gerüche wollten wir uns gerne ersparen.

In höherem Alter hat er angefangen ein Wasser-Such-Hund zu werden. Er hatte die einmalige Begabung selbst im heißesten Sommer eine Abkühlung zu finden. Nicht immer zu unserem Vergnügen - denn Wasser und Dreckbrühe sind für Menschen schon sehr unterschiedliche Dinge. Und es war kein gutes Gefühl sich bei fremden Menschen in einem fremden Ort zu entschuldigen, weil Dingo bei einem Ausflug einfach eine Lücke in einer Hecke genutzt hat und den fremden Pool zur Abkühlung nutze ;) Auch auf dem Friedhof in Brensbach hat er eine sehr nette Dame erschreckt, als er plötzlich dort auftauchte, wo sie die Gießkanne füllen wollte ...!

Zum Glück nur sehr kurz hat er sich als Tester für die Stabilität von Gummizügen in Jogginghosen probiert - bei einem (zum Glück bekannten) Jogger hat er sich so gefreut, ist diesen angesprungen, hat seine Krallen im Gummibund verankert ... und der war nachgiebig ;) So ein Jogger ohne Jogginghose ist ein köstlicher Anblick - wenn nicht gerade Dein Hund ihn ausgezogen hat!

Ihr seht - Dingo war also auch Personal-Coach: er hat mir beigebracht aufmerksamer zu sein, meine Hunde gut zu beobachten, ihre Körpersprache früh zu erkennen ... und ich kann mich perfekt bei wildfremden Menschen für alles Mögliche (und Unmögliche) entschuldigen :)