Anders als wir es erwartet hatten (und als es die Jahre vorher war) böllerte es hier auch schon vor Mitternacht. Eigentlich hatten wir den ersten Böllerkontakt schon am Samstag vor Sylvester in der Nähe des Deichs und am Sonntag bei unserem Abendspaziergang. Für Cara bedeutet das immer die Ankündigung, dass ihr in wenigen Sekunden der Himmel auf den Kopf fällt ... sie will dann sofort heim und zittert wie eine Vibrationsplatte - das Herz rast und sie hechelt wie verrückt.
Leider braucht sie sehr lange um sich zu beruhigen - so ein Böller kann uns (je nach Lautstärke) zwischen 30 Minuten und zwei Stunden kosten. Die Aufregung wirkte sich dann auch gleich ungünstig auf den Magen aus - und so wurde am Sonntag dann schon mal die Magenapotheke in Bereitschaft gebracht und genutzt.
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| Von vorbeugend bis zur akuten Hilfe alles dabei! |
Die Nervosität bei Cara sorgte dann auch in der Nacht vor Sylvester für ordentliches Sodbrennen und Übelkeit ... die wir aber zum Glück mit dem Magengel doch in den Griff bekamen. Im Büro schlief sie am Sylvestertag dann auch bald ruhig ein und ich hoffte, wir würden jetzt zumindest einige Stunden Ruhe haben.
Unser geplanter Besuch musste krankheitsbedingt leider absagen - so waren wir dann auf gemütliche Stunden alleine eingestellt ... und versuchten jede Hektik zu vermeiden.
Aber dann meinte jemand in der Nachbarschaft ab 12 Uhr Mittags zu jeder vollen Stunde einen Donnerschlag ertönen zu lassen ... so als Countdown für das neue Jahr. Von da an war Cara ein nervliches Wrack bis es gegen 00:40 Uhr dann endlich ganz ruhig wurde. Allerdings war an Futter nicht zu denken, der gereizte Magen wurde noch gereizter und die Ruhelosigkeit größer! Ein Teufelskreis ... den wir aber dann mit einer dicken Decke, einer Wärmflasche, Medikamenten und Kuscheleinheiten zumindest vorübergehend anhalten konnten.
Shadow war das genaue Gegenteil ... er schlief total entspannt neben uns und war nur in seinen wachen Momenten von Cara irritiert.Der Krach interessierte ihn weniger - er schaute nur immer mal nach, ob ein dicker Schmatzer von ihm nicht vielleicht Cara beruhigen würde (tat es nicht - es regte sie noch mehr auf)!
Cara war dann irgendwann auch so müde, dass sie trotz ihrer Anspannung einschlief und auch wir so einige wenige Stunden schlafen konnten.
Leider wehte hier am Neujahrstag ein heftiger Sturm - Äste flogen durch die Gegend ... polterten an die Scheiben und für Cara fing damit schon morgens um vier der zweite Horrortag in Folge an. Sie wollte schon nicht mehr wirklich vor die Tür und war nur zu ganz kurzen Runden zu überreden. Futter wollte sie auch nicht ... aber dadurch wurde natürlich das Sodbrennen wieder stärker!
Zum Glück wurde es dann am 02. Januar ruhiger. Wir konnten morgens die erste große Runde laufen, Cara erledigte alles Notwendige und auch der Hunger war wieder da. Aber es gab dann erstmal mehrere kleine Portionen mit Karotten und Heilerde im Wechsel.
Über das häufige Extra-Futter (natürlich ohne Zusätze) hat sich am meisten wohl Shadow gefreut ;)
Jetzt ist bei uns alles wieder ganz normal und wir hoffen, es bleibt auch für lange Zeit so!