Freitag, 4. Januar 2019

Warum wir gerne Sylvester umtauschen würden

Anders als wir es erwartet hatten (und als es die Jahre vorher war) böllerte es hier auch schon vor Mitternacht. Eigentlich hatten wir den ersten Böllerkontakt schon am Samstag vor Sylvester in der Nähe des Deichs und am Sonntag bei unserem Abendspaziergang. Für Cara bedeutet das immer die Ankündigung, dass ihr in wenigen Sekunden der Himmel auf den Kopf fällt ... sie will dann sofort heim und zittert wie eine Vibrationsplatte - das Herz rast und sie hechelt wie verrückt.

Leider braucht sie sehr lange um sich zu beruhigen - so ein Böller kann uns (je nach Lautstärke) zwischen 30 Minuten und zwei Stunden kosten. Die Aufregung wirkte sich dann auch gleich ungünstig auf den Magen aus - und so wurde am Sonntag dann schon mal die Magenapotheke in Bereitschaft gebracht und genutzt.

Von vorbeugend bis zur akuten Hilfe alles dabei!
Die Nervosität bei Cara sorgte dann auch in der Nacht vor Sylvester für ordentliches Sodbrennen und Übelkeit ... die wir aber zum Glück mit dem Magengel doch in den Griff bekamen. Im Büro schlief sie am Sylvestertag dann auch bald ruhig ein und ich hoffte, wir würden jetzt zumindest einige Stunden Ruhe haben.
Unser geplanter Besuch musste krankheitsbedingt leider absagen - so waren wir dann auf gemütliche Stunden alleine eingestellt ... und versuchten jede Hektik zu vermeiden.

Aber dann meinte jemand in der Nachbarschaft ab 12 Uhr Mittags zu jeder vollen Stunde einen Donnerschlag ertönen zu lassen ... so als Countdown für das neue Jahr. Von da an war Cara ein nervliches Wrack bis es gegen 00:40 Uhr dann endlich ganz ruhig wurde. Allerdings war an Futter nicht zu denken, der gereizte Magen wurde noch gereizter und die Ruhelosigkeit größer! Ein Teufelskreis ... den wir aber dann mit einer dicken Decke, einer Wärmflasche, Medikamenten und Kuscheleinheiten zumindest vorübergehend anhalten konnten.



Shadow war das genaue Gegenteil ... er schlief total entspannt neben uns und war nur in seinen wachen Momenten von Cara irritiert.Der Krach interessierte ihn weniger - er schaute nur immer mal nach, ob ein dicker Schmatzer von ihm nicht vielleicht Cara beruhigen würde (tat es nicht - es regte sie noch mehr auf)!

Cara war dann irgendwann auch so müde, dass sie trotz ihrer Anspannung einschlief und auch wir so einige wenige Stunden schlafen konnten.

Leider wehte hier am Neujahrstag ein heftiger Sturm - Äste flogen durch die Gegend ... polterten an die Scheiben und für Cara fing damit schon morgens um vier der zweite Horrortag in Folge an. Sie wollte schon nicht mehr wirklich vor die Tür und war nur zu ganz kurzen Runden zu überreden. Futter wollte sie auch nicht ... aber dadurch wurde natürlich das Sodbrennen wieder stärker!

Zum Glück wurde es dann am 02. Januar ruhiger. Wir konnten morgens die erste große Runde laufen, Cara erledigte alles Notwendige und auch der Hunger war wieder da. Aber es gab dann erstmal mehrere kleine Portionen mit Karotten und Heilerde im Wechsel.
Über das häufige Extra-Futter (natürlich ohne Zusätze) hat sich am meisten wohl Shadow gefreut ;)

Jetzt ist bei uns alles wieder ganz normal und wir hoffen, es bleibt auch für lange Zeit so!


Kommentare:

  1. Huch - was für ein grausliger Jahreswechsel.
    Ich kann euch gut nachfühlen, auch wenn es bei uns dieses Jahr glimpflich abgelaufen ist und wir erst ab 23.30 in der Silvesternacht - in unsere kuschel Schutzhöhle zurückziehen mussten. Den Lärm sollte man/hund wirklich verbieten können, eine solche Tierquälerei!
    Ich wünsch Cara ganz, ganz gute Erholung und euch allen weder Böller noch argen Sturm.
    Eure Ayka

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    1. Es ist gut, dass es mittlerweile wieder ruhig ist - so pendelt sich auch hier alles wieder ein. Ich muss aber auch zugeben, so schlimm wie bisher war es auch bei Cara noch nie ... ich denke mal, es war die Häufigkeit über so viele Tage :)

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  2. Das tut mir schrecklich leid... Wir waren ja wieder in der „Eiderstadt“ und Socke hat dieses Mal auch schrecklich gelitten.... Es hat tatsächlich mehr geknallt, wobei Silvester nach 20 Minuten Schluss war.... Socke erbrach sich, löste sich erst wieder am 02.01. mit den großen Geschäften und hatte gestern Abend nach der Heimkehr schrecklichen Durchfall.

    Hier bei uns muss es die reineHölle gewesen sein, so dass es richtig war, hier die Flucht an zutreten. Ein Hund verstarb sogar am Neujahrsmorgen und scheint das Mahnmal gegen die Knallerei zu werden....

    Auch wir wünschen weiterhin gute Genesung
    Sabine mit Socke

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    1. Ich habe das Gefühl, je mehr Aufforderungen es gibt weniger zu Knallen desto mehr wird geknallt. Bei uns war an größere Geschäft auch erst am 02.01. wieder zu denken ... und Magenmittel gibt es auch jetzt noch - der Magen war einfach zu lange zu stark gereizt!
      Ich glaube, eine Flucht hilft wirklich nur noch auf einige wenige Inseln!

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  3. Gubacca war auch vollkommen außer sich wegen der Knallerei - wobei zum Glück nicht so schlimm wie bei Cara. Wir haben uns fest vorgenommen das nächste Silvester irgendwo in der Einöde mit ihm zu verbringen. Wobei man sich ja wirklich kaum vor den "Knallwütigen" noch retten kann. Bei uns tobte ab 21 Uhr der 3. Weltkrieg und auch am 1. Januar meinten viele Idioten ihre Reste noch verballern zu müssen. Ich war so wütend innerlich.
    Wahrscheinlich kann man den Silvesterbrauch die bösen Geister zu vertreiben nicht komplett verbieten. Aber es würde doch wirklich reichen um 24 Uhr, das neue Jahr zu begrüßen und zu den anderen Zeiten wäre es verboten. Das würde ich mir wünschen.

    Liebe Grüße und ein schönes 2019 für euch alle Isabella
    Sabine & Gubacca

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    1. Ich schließe mich Deinen Wünschen an - aber auch ich vermute, es wird noch sehr viele Jahre lang diese Knallerei geben. Mir wäre ja schon geholfen, wenn es nicht vorher und nacher noch knallen würde.
      Wobei unser Feriengäste meinten, hier wäre es doch sehr ruhig gewesen - im Vergleich zu Berlin.

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  4. Oh man, das tut mir echt leid für Cara. Aber wie kommt bitte jemand auf die Idee auch ab 12 Uhr mittags stündlich zu feuern? Naja, aber ich habe für Feuerwerk und Böller ja auch so schon keine Verständnis.
    Ein Glück, dass du auf ihre Magenprobleme vorbereitet warst und es nun erstmal wieder ruhiger wird und sie wieder ganz die alte sein kann.
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

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    1. Ich muss gestehen, für diesen Countdown hatte ich auch kein Verständnis - aber ich verstehe die Kanllerei ja auch so nicht.
      Ich bin nur sehr froh, dass es jetzt wieder ruhig ist und Cara ich gut erholt hat. Wobei der Sturm natürlich auch in einer Phase kam, als sie noch nicht wieder ganz ruhig war ... aber daran können wir ja auch nichts ändern.

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  5. Arme Cara! Ich hoffe, Feuerwerke werden bald verboten. Die Vögel und Wildtiere tun mir auch immer so leid.
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. Ich wäre sofort dafür - oder wenigstens zentralisiert und auf 10 Minuten begrenzt. Das wäre zwar noch schlimm genug für Tiere ... aber es gäbe weniger Dreck, Lärm und auch Feinstaubbelastung!

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  6. Oh die arme Cara. Es tut mir leid, dass es ihr so schlecht ging. Ich verstehe nicht, warum man diesen Krach den ganzen Tag machen muss. Bei uns war es zum Glück sehr ruhig und relativ wenig. So waren alle Tiere relativ entspannt. Ich mach mir natürlich gerade um die Ponys immer viele Gedanken. Diese sind ja draußen und bekommen die volle Action mit. Aber sie sind dieses Jahr während der Knallerei fressend an der Heuraufe gestanden. Welch ein Glück.
    Gut, dass es Cara nun wieder besser geht und Shadow ruhig geblieben ist. Ich hoffe für euch, dass es nächstes Jahr wieder ruhiger ist.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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    1. Wie schön, dass es bei euch relativ ruhig war - wir hoffen, so wird es auch im nächsten Jahr wieder bei uns. Shadow war echt der Ruhepol ... mal sehen, ob das auch beim nächsten Sylvester so ist.

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  7. Ohje, da hat es Cara aber ganz schlimm erwischt. Aber wir würden Silvester auch lieber eintauschen ... vielleicht gegen ein ruhigeres Fest? Bei uns war es diesmal auch viel lauter als in den vergangenen Jahren. Ab 15 Uhr Dauerböllern. Das war sogar Lotte zu viel und durch die dicken Qualmwolken, die durch unsere Straße zogen, wollte sie auch gar nicht mehr raus. Ich habe gedacht, hier brennt der ganze Ort ab. Ein Glück das es Cara wieder besser geht. Also wegen mir könnte die Knallerei verboten werden.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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    1. Da bin ich ganz bei Dir - selbst heut sieht man an einigen Stellen noch die Reste des Feuerwerks liegen. Besonders die Leute die an den Deich gefahren sind zum Knallen ... die haben alles liegen lassen.
      Ich habe jetzt schon 2x Müllsäcke mitgenommen und eingesammelt - aber jetzt ist alles so verteilt ... echte Umweltverschutzung!

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  8. Liebe Isabella,
    oh so ein Mist, letztes Jahr war es doch so schön ruhig bei Euch.
    Ich sage in solchen Fällen immer - Chemiekeule und hab Adaptil vom 30. 12. bis 1.1. gegeben. Ein Hundeleben ist so kurz, da kann die Chemie nicht sooo viel anrichten und Hund ist doch ruhiger. Das Riopan hilft recht gut, aber hier gab es auch gleich Pantoprazol.
    Hier war es auch derart laut, dass ich froh bin, dass Isi das nicht mehr erleben mußte.
    Drück die kleine Maus ganz sehr von uns und verteil bitte Ulli Häppchen <3
    Supi, dass wenigstens Shadow so cool ist.
    Alles Liebe für Euch VIER !!
    Liebe Grüße Heidi

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    1. So schlimm aht Cara auch noch nie reagiert. Ich nehme an, sie war einfach "überreizt". In den letzten Wochen gab es hier immer mal Jagden, dann die vorzeitige Knallerei am Deich und dann Sylvester. Wäre es vorher schon mal so schlimm gewesen, dann hätte ich wohl auch Adaptil besorgt.
      Wir haben mit Ropan gute Erfahrungen gemacht und die SabSimplex gibt es noch ein paar Tage lang ;)
      Ulli-Häppchen gibt es gleich wieder ... mit Grüßen und Streichlern von euch. Auch euch viele liebe Grüße!

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