Aber natürlich gab es auch während der Therapie noch ein paar Höhen und Tiefen - sowohl beim Durchfall als auch bei der Haut - davon will ich euch heute erzählen:
Da gab es eine Nacht von Samstag auf Sonntag - noch ziemlich am Anfang der Therapie - in der ich merkte, dass Laika unruhig war. Wir gingen also vor die Tür eine Runde drehen ... falls wieder Durchfall im Anmarsch war. Aber das war es nicht. Irgendwann fing Laika an sich zu jucken - erst nur etwas und dann immer mehr. Der ganze Körper wurde warm und das Fell stand merkwürdig in alle Richtungen ab. Ich versuchte so gut es ging Laika am Jucken zu hindern und half mir dann mit feuchten Tüchern und einem Eimer mit ganz leichtem Essigwasser ... so konnte ich sie zumindest bis zum frühen Morgen ruhig halten - und schon um sechs Uhr rief ich unseren Tierarzt an (der echt toll war).
So standen wir also um kurz nach sechs alle recht ratlos vor Laika und schauten uns jede Hautstelle an und versuchten herauszufinden, was jetzt los war. Unser Tierarzt hatte die rettende Idee. Da ja einige Stellen offen waren und auch noch entzündet ... was zwar total blöd wäre ... aber vielleicht hätte sie ja auch noch einen Pilz dazu bekommen.
Er sagte uns aber auch gleich, zur genauen Diagnose müsste er eine Kultur anlegen - aber er würde uns raten bei der Vorgeschichte trotzdem die Behandlung durchzuführen. Er erklärte uns mögliche Vor- und auch Nachteile. Wir entschieden uns für die Behandlung - und das bei beiden Hunden. Auch wenn Damon keine Beschwerden hatte und keine Auffälligkeiten zeigte - da Beide immer kuschelten war es einfach sinnvoll. Es gab eine Spritze für jeden und dann noch Tabletten für die nächsten Tage. Wir mussten im Haus alles desinfizieren und säubern und dann einfach hoffen.
Die von unserem Tierarzt angelegte Kultur zeigt einen Hautpilz ... und wir waren froh, dass wir auf ihn gehört haben. Zum Glück war es wirklich nur eine ganz kleine betroffene Stelle und wir bekam das gut in den Griff.
Schlimmer war das Auf und Ab mit dem Durchfall und dem Essen. Laika brauchte dringend etwas mehr auf den Rippen und trotz guter Ernährung klappte das nicht. Wir probierten so vieles aus -
BARF, Trockenfutter vom Tierarzt, unsere Fütterungsart wie sonst auch immer. Aber Laika war mit allem nicht wirklich glücklich und sie nahm nicht zu.
Wir machten regelmäßige Stuhluntersuchungen - die uns besonders in der Phase BARF sehr überraschten. Auch wenn wir durch die Vorlieben von Laika schon die Fleischmenge reduziert hatten ... es wurde festgestellt, dass sie Fleisch nicht gut verarbeiten konnte.
Erst als wir die Ernährung auf viele Kohlenhydrate und einen hohen Anteil an Milchprodukten umstellten wurde es besser. Laika fing an sich zu erholen, nahm zu und hatte Spaß am Futtern. Noch nie habe ich einen Hund gesehen, der so glücklich an einem Ranken trockenen Brotes kaute wie sie. So bekam Damon einen Knochen und Laika ein trockenes Brötchen. Als Leckerchen gab es für Damon Fleischstücke, für Laika Käsewürfel :)
Natürlich bekam auch Laika Fleisch - aber eben weniger ... und mit dieser Umstellung war dann auch das letzte größere Problem beseitig und Laika konnte ihr Leben ab da frei von Medikamenten, Durchfällen und Krankheiten genießen (zumindest für ein paar wunderbare Jahre)!
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| Schon als Welpe total niedlich |
| Und das änderte sich auch nicht |
| Laika war immer sehr entspannt |
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| Und sie hat uns vieles anders sehen lassen |
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| Sie war ein ganz besondere Hund |
Wie ihr euch sicher denken könnt, ist diese Geschichte in vier Teilen sehr grob unterteilt und die vielen kleinen Hoch- aber auch Tiefpunkte aus der Zeit sind nur angerissen. Das wir zwischendurch Probleme mit Giardien hatten, eine Lungenentzündung, Augenreizungen ... und dass auch Damon mal krank wurde ... das fehlt hier alles.
Laika hatte keinen guten Start ins Leben und war in den ersten 18 Lebensmonaten sicher mehr krank als gesund. Aber sie war ein wunderbarer Hund und sie hat mit ihrer ganz besonderen Art viele Menschen berührt. Diese Erinnerungen sind heute für uns sehr wertvoll und zaubern immer ein Lächeln in unser Gesicht - denn wir erinnern uns an ihr Wesen ... nicht an die Krankheiten!
| So erinnern wir uns gerne ... Laika und ihre Kühe |



