Sonntag, 20. Dezember 2020

Gedanken zum 4. Advent


Ich muss gestehen, ich habe mir in den letzten Tagen und Wochen oft sehr schwer getan bei Telefonaten oder kurzen Gesprächen beim Einkaufen. So oft habe ich gehört, dass es in diesem Jahr kein schönes Weihnachtsfest wird, man so eingeschränkt ist und die Vorschriften einem jeden Spaß verderben. Ganz so sehe ich das nicht. Ich gebe zu, ich hätte mich gefreut, wenn meine Mutter mich wie geplant im November hätte besuchen können. Ich wäre auch gerne für einige Tage wirklich in Urlaub gefahren. Wir hätten gerne auch im Herbst und Winter unsere Feriengäste begrüßt. Aber bringt es wirklich etwas, mich darüber zu ärgern? Las ich mir von solchen Dingen nicht auch Freude an den trüben was ich habe?

Auch hier sehe ich an unseren Hunden deutlich, dass es auch anders geht. Unsere Hunde genießen die Momente die sie haben. Ich sehe Cara oft ganz deutlich an, wenn Sie beim Schnuppern etwas gefunden hat was in ihrer Nase einen tollen Duft verströmt ... und nicht immer kann ich sie davon abhalten, sich in diesem Duft zu wälzen. Sie genießt es dann so sehr, dass ich auch nicht wirklich böse sein kann :) Oder Shadow, der manchmal so übermütig ist, dass er einfach jede Erziehung vergisst und besondere Freunde die wir auf einen Spaziergang treffen schon mal vor lauter Freude anspringt (und dabei auch blaue Augen verteilt). Auch da fällt es schwer nicht zu lachen ... diese überschäumende Lebensfreude ist eben ansteckend.

Daran will ich mir ein Beispiel nehmen: Ich will versuchen weniger Zeit mit Ärger und Stress zu verbringen und mehr Zeit mit Genuss und Freude!

Kommentare:

  1. Du hast Recht.... Wir können es nicht ändern und müssen annehmen, wie es ist. Und natürlich machen wir das Beste daraus. Aber traurig sein, dass man Weihnachten so eingeschränkt feiern muss, nicht in den Urlaub fahren darf oder die Freunde vermisst, das sollte man dürfen. Ich finde es auch ganz schrecklich und sage das auch. Ja, ich leide unter der Zeit, weil ich nur noch arbeite und der mich sonst motivierende Ausgleich fehlt. Ich stehe dazu und sage es auch. Nicht immer, nicht den ganzen Tag, aber wenn man mich fragt.

    Viel schlimmer finde ich es, sich nicht an die Regeln zu halten. Hier gibt es einige, die nicht ihre Traurigkeit bekunden, weil sie feiern wie eh und je....

    Und natürlich geht es uns noch gut und dafür sind wir dankbar... Aber ich sehe nicht schön, was nicht schön ist, was mir Angst macht und mich so einschränkt.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Mir ging es auch nicht darum, sich etwas schön zu reden - ich finde es einfach schade, dass manche Menschen nur noch unzufrieden sind und sich nicht bewusst sind, dass es den meisten hier doch noch sehr gut geht.
      Und ich möchte mir durch eine negative Einstellung nicht die Möglichkeit nehmen, mich auch über Kleinigkeiten zu freuen und das Leben - mit den nötigen Einschränkungen - auch genießen.

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  2. Hallo Isabella,
    wir teilen deine tiefgründigen Gedanken gerne, denn nur wenn wir die wirklich nicht angenehme Situation irgendwie annehmen können - können wir sie auch aktiv gestalten und mit neuen Inhalten zu füllen. Dankbar dafür, dass wir uns haben - Hund und Menschen.
    Natürlich fällt auch bei uns regelmässig der Spruch: "es ist wie es ist". Immer dann wenn Energie benötigt wird aus kleinen Jammertälern wieder hochzuklettern.
    In dem Sinne wünschen wir euch viel Genuss und Freude mit den kleinen Dingen die auch jetzt uns zufliegen.
    Mit ganz lieben Grüssen und Wünschen zum vierten Adventssonntag
    Die drei vom Jurasüdfuss

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    1. Genau das ist wichtig - aus den kleinen Jammertälern wieder hochzuklettern ... und dann die Aussicht wieder zu genießen :) Ich freue mich, dass wir gesund sind, es der Famiie soweit gut geht und wr uns zumindest durch die moderne Technik sogr "sehen" können.

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  3. Wir versuchen einfach immer das Beste aus der Situation zu machen. Das gelingt uns nicht immer, aber das muss es ja auch nicht. Man darf denke ich auch mal traurig und wütend sein, aber die Situation ändert sich nicht und es erträgt sich alles leichter, wenn man sich mit dem Schönen beschäftigt.
    Liebe Grüße
    Auenländerin

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    1. Immer kann das auch nicht gelingen - aber ich finde es wichtig, dass es immer mal wieder gelingt. Ich habe letzens einen schönen Spruch gelesen- bekomme ihn aber nicht mehr ganz zusammen.Es ging darum, dass uns jetzt alles chaotisch erscheint und teilweise Angst macht ... aber dass es eben auch bei jedem neuen Anfang so ist!

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  4. Ich habe gerade gestern wieder gedacht: Eigentlich haben wir es trotz der ganzen Situation sehr gut: einen "systemrelevanten" Job, ein Dach über dem Kopf und wir können immer noch mit dem Hund spazieren gestern!
    Liebe Grüsse
    Nadine mit Ciarán

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    1. So ähnlich sehe ich es auch - wir haben was wir brauchen, können mit den Hunden spazieren und sind gesund. Natürlich könnte da noch mehr sein ... muss es aber nicht immer!

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  5. Aufregen könnte ich mich ab den vielen achtlos weggeworfenen Masken welche überall herumliegen, vor jedem Geschäft, rund um Bahnhof und Bushalt, in den Parks. Und Hundi möchte die immer beschnüffeln.
    Ich kann mich über die Menschen nur wundern.
    Bleibt gesund
    Trudy

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    1. Das stimmt - wobei ich zugeben muss, hier sieht man das nur ganz selten ... meistens an den Einkaufsmärkten. Aber es stimmt schon, man kann sich manchmal nur wundern über die Menschen!

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